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Mit Fulbright an die Clemson University: Forschungsaufenthalt in den USA

Mit Fulbright an die Clemson University: Forschungsaufenthalt in den USA

Fulbright-Stipendiatin Merle Wellmann (links) mit drei ihrer Doktorandenkolleginnen und -kollegen aus der Forschungsgruppe von Professor Kyle Brinkman – Joshua Willoughby (2. v. l.), Nakeshma Cassel (vorne) und Peyton McGuire (rechts) sowie dem Universitätsmaskottchen auf dem Campus der Clemson University.

Für ihre Promotion zu keramischen Materialien für zukünftige Energietechnologien in der Arbeitsgruppe von Professor Feldhoff verbringt Merle Wellmann derzeit vier Monate als Fulbright Visiting Scholar an der Clemson University in South Carolina. Der Forschungsaufenthalt bietet nicht nur Zugang zu neuer Infrastruktur und wissenschaftlicher Expertise, sondern auch Einblicke in die internationale Forschungslandschaft der Materialwissenschaften.

Bereits vor Beginn des Aufenthalts traf Wellmann beim Fulbright-Vorbereitungsseminar in Berlin auf andere deutsche Stipendiatinnen und Stipendiaten, die in den unterschiedlichsten Fachrichtungen Forschungs- und Studienaufenthalte in den USA absolvieren. Das internationale Netzwerk gehört zu den besonderen Merkmalen des Fulbright-Programms und begleitet die Teilnehmenden weit über den eigentlichen Aufenthalt hinaus.

An der Clemson University arbeitet sie in der Forschungsgruppe von Professor Kyle Brinkman im Department of Materials Science and Engineering. Gastgeber ist das neu eröffnete Advanced Materials Innovation Complex (AMIC), ein Forschungszentrum, das Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen unter einem Dach zusammenbringt. Die moderne Infrastruktur ermöglicht Untersuchungen, die an vielen Standorten nur eingeschränkt möglich sind.

Nur zwei Wochen nach ihrer Ankunft präsentierte die Doktoktorandin ihre Forschung auf der International Conference on Advanced Ceramics and Composites (ICACC 2026) in Daytona Beach, Florida. Die Konferenz brachte Forschende aus Wissenschaft und Industrie zusammen und bot die Gelegenheit, aktuelle Entwicklungen im Bereich keramischer Werkstoffe zu diskutieren und neue internationale Kontakte zu knüpfen.

Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten in Clemson stehen Sauerstofftransportprozesse in keramischen Materialien für zukünftige Energietechnologien. Mithilfe der Methode der Electrical Conductivity Relaxation (ECR) untersucht Wellmann Materialeigenschaften, die für Anwendungen wie Festoxid-Brennstoffzellen und andere energiebezogene Technologien von Bedeutung sind. Dabei profitiert sie sowohl von der vorhandenen Messtechnik als auch vom engen Austausch mit Forschenden vor Ort.

Neben der wissenschaftlichen Arbeit prägen auch der Austausch mit Forschenden und Studierenden sowie die vielen Begegnungen auf dem Campus den Aufenthalt. Die offene und interdisziplinäre Forschungsatmosphäre erleichtert den Austausch über Fachgrenzen hinweg und eröffnet neue Perspektiven auf wissenschaftliche Fragestellungen. Die gewonnenen Erfahrungen und Kontakte werden auch nach der Rückkehr nach Hannover die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Arbeitsgruppen weiter stärken.