Frau Prof. Dr. Melanie Schnell erhält den van’t-Hoff-Preis 2026, eine der höchsten Ehrungen für Physikalische Chemie in Deutschland, „in recignition of her outstanding achievements in the research on, and control of chiral molecules in the gas phase via chirality-sensitive microwave spectroscopy“. Benannt nach Jacobus Henricus van’t Hoff, einem der Begründer der Physikalischen Chemie und erstem Chemie-Nobellaureaten überhaupt, gehört der van’t-Hoff-Preis der Deutschen Bunsen-Gesellschaft für Physikalische Chemie zu den wichtigsten wissenschaftlichen Auszeichnungen in der Physikalischen Chemie im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet werden grundlegende, theoretische und experimentelle Durchbrüche mit starker internationaler Resonanz.
Die Verleihung des von Nobelpreisträger Prof. Dr. Gerhard Ertl gestifteten Preises an Prof. Dr. Melanie Schnell hat in mehrfacher Hinsicht eine besondere Verbindung zum Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Leibniz-Universität Hannover: Gerhard Ertl war der erste Inhaber des damals neu geschaffenen, zweiten Lehrstuhls an unserem Institut. Melanie Schnell hat hier nicht nur studiert und wurde mit ihren ersten Arbeiten in der Mikrowellenspektroskopie bei Jens-Uwe Grabow promoviert, sondern hat nach Aufenthalten am National Institute of Standards and Technology, Gaithersburg, MD, USA und am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, schließlich in Hanover auch die venia-legendi für Physikalische Chemie erworben.
Wir gratulieren Professor Melanie Schnell herzlich und freuen uns über ihre aussergewöhnliche Auszeichnung.