Institut für Physikalische Chemie und Elektrochemie

Unser Institut ist im Stadtteil Hannover/Nordstadt angesiedelt, zusammen mit den anderen drei Chemieinstituten - der Organischen Chemie, Technischen Chemie und Anorganischen Chemie. Es gehört zu den vielfältigen Instituten der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover.

Im Profil: PCI

Von Nanostrukturen über Moleküle in der Katalyse und Theorie

Die Fachrichtung Physikalische Chemie und Elektrochemie ist als Institut in der Naturwissenschaftlichen Fakultät verankert. Die Geschichte des Instituts beginnt im Sommer 1894, als hier erstmals das Studium der Elektrochemie angeboten wurde, welches den Nachwuchs für die wachsende elektrotechnische und chemische Industrie sicherte. Inzwischen sind die Wissensbereiche nicht nur angewachsen, sondern breiter aufgestellt denn je.

Forschung am Institut

Das Institut vereint zahlreiche Arbeitsgruppen, die in unterschiedlichen Bereichen der Physikalischen Chemie und Elektrochemie forschen. Sie pflegen enge, interdisziplinäre Kooperationen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, was sich in einer aktiven Drittmittel­tätigkeit und der Beteiligung an verschiedenen Verbundprojekten widerspiegelt. Zu den lokalen Kooperationen zählen unter anderem das Deutsche Institut für Kautschuktechnologie (DIK), das Laboratorium für Nano- und Quantenengineering (LNQE), das Laser Zentrum Hannover (LZH), das Institut für Solarenergieforschung Hameln (IFSH) und das Biomolekulare Wirkstoffzentrum (BMWZ) – sowie weitere Einrichtungen der niedersächsischen Forschungslandschaft.

Studierende profitieren von einer forschungsnahen Ausbildung in Vorlesungen, Praktika und Abschlussarbeiten, in denen aktuelle Methoden zum Einsatz kommen. So werden frühzeitig Kompetenzen an der Schnittstelle von Grundlagenforschung und technologischer Anwendung vermittelt.

Übersicht zu Forschungsthemen und Arbeitsgruppen

Historische Wurzeln

Die Wurzeln des Instituts reichen bis zur 1831 gegründeten Höheren Gewerbeschule zurück, dem Vorläufer der Leibniz Universität. 1894 wurde das Studium der Elektrochemie an der Technischen Hochschule Hannover eingeführt. Bedeutende Persönlichkeiten wie Max Bodenstein, mit Beiträgen zu Kinetik und Elektrochemie, Friedrich Bergius, der für seine Arbeiten in der chemischen Verfahrenstechnik international ausgezeichnet wurde, und Nobelpreisträger Gerhard Ertl, bekannt für seine Forschungen zur Katalyse auf Metalloberflächen, prägten die Entwicklung des Instituts wesentlich.

Gebäude und Campus

Das Institut ist Teil des historischen Chemieensembles in der Callinstraße. Kontinuierliche Modernisierungen haben dafür gesorgt, dass heute Labore und Büros für experimentelle und theoretische Spitzenforschung zur Verfügung stehen.​ Bei der Übergabe des sanierten Gebäudes entstand im Treppenhaus der Physikalischen Chemie eine besondere Deckenbeleuchtung: Die Lichtinstallation bildet als Deckenbild das Beugungsmuster eines Quasikristalls nach, für dessen Entdeckung der Physiker Daniel Shechtman 2011 den Nobelpreis für Chemie erhalten hat. Dieses Muster ziert auch das Institutslogo und unterstreicht die Bedeutung der Kristallstrukturanalyes für die chemische Materialforschung. 

Die Lage in unmittelbarer Nähe zum Welfenschloss und zum Prinzengarten verbindet den historischen Charakter des Campus mit einer kompakten Forschungsumgebung, in der die verschiedenen chemischen Fächer räumlich eng zusammenarbeiten. Dadurch entstehen kurze Wege und ein lebendiges wissenschaftliches Umfeld für Studierende, Doktorandinnen und Doktoranden sowie Gastforschende aus aller Welt.

Deckenbeleuchtung zeigt als Motiv das Beugungsmuster eines Quasikristalls mit unmöglicher fünffacher Symmetrie